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MAZ-Leser-Telefonaktion zum Thema Ärztepfusch am 4. Februar von 17 bis 19 Uhr

MAZBehandlungsfehler – Was tun?

Wie Sie als Patient zu Ihrem Recht kommen

GIESSEN/WETTENBERG (red) – Laut ein­er Sta­tis­tik der Gutachter- und Schlich­tungsstelle (GuS) der Lan­desärztekam­mer Hes­sen hat die Zahl der bestätigten Behand­lungs­fehler in Hes­sen trotz der zum nationalen Gesund­heit­sziel erk­lärten Patien­ten­sicher­heit nicht abgenom-men.

So wur­den beispiel­sweise für das Jahr 2014 152 Behand­lungs­fehler bestätigt. Im Jahr zu vor waren es 126 Fälle. In sieben Fällen führte der Behand­lungs­fehler zum Tod des Patien­ten. Der MDK bestätigte bun­desweit für das Jahr 2014 bei 14.700 gemelde­ten Fällen knapp 3.800 Behand­lungs­fehler, die zu einem Schaden geführt haben. (Quelle: Ärztezeitung, 22. Mai 2015)

Beson­ders häu­fig äußerten Patien­ten den Ver­dacht auf Behand­lungs­fehler in der Chirurgie bei der Behand­lung von Hüft- und Kniege­lenkarthrosen, Unter­schenkel-, Sprungge­lenk- oder Ober­schenkel­brüchen. Wenn man dabei zum Beispiel noch berück­sichtigt, dass die GuS nur nach Akten­lage prüft und Aufk­lärungsrü­gen damit von vorn­here­in außen vor­bleiben, dürfte die Zahl der tat­säch­lichen Behand­lungs­fehler noch um einiges höher sein.

Viele Betrof­fene sind zudem immer noch der Ansicht, keine Chan­cen auf Schadenser­satz wegen eines ärztlichen Behand­lungs­fehlers zu haben nach dem Mot­to „ eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus“.

Von den oben genan­nten 152 Patien­ten erlit­ten laut GuS- Sta­tis­tik rund ein Drit­tel behand­lungs­fehlerbe­d­ingt einen Dauer­schaden. Diese Men­schen haben also eventuell dauer­haft Schmerzen, sind in der Haushalts­führung und der Beruf­sausübung eingeschränkt oder auf fremde Hil­fe angewiesen.

Wenn Sie mit dem Ergeb­nis der Behand­lung nicht zufrieden sind, einen Behand­lungs­fehler ver­muten oder Fra­gen zur Begutach­tung und zum Schadenser­satz haben, rufen Sie ein­fach im Rah­men unser­er Tele­fon­ak­tion am morgi­gen Don­ner­stag, den 4. Feb­ru­ar, in der Zeit von 17 bis 19 Uhr unter der oben­ste­hen­den Tele­fon­num­mer an und sprechen Sie direkt mit der Recht­san­wältin und Fachan­wältin für Medi­z­in­recht Ani­ta Faßben­der.

MAZ-Telefonaktion-16-02-04